KÜNSTLERISCHE LEITUNG
Anika Lachnitt
Ich bin eine in der Uckermark und Berlin lebende Regisseurin, Theaterwissenschaftlerin und Theaterpädagogin. Mein Interesse gilt vor allem den widerständigen, transformativen Potentialen an den Schnittstellen von Kunst, kultureller Bildung und Politik. In meinen kollaborativen Arbeiten widme ich mich insbesondere narrativ-ästhetischen Verhandlungen von sozialer Wirklichkeit, sowie dem Hervorbringen von Gegengeschichten.
Dabei experimentiere ich mit Genregrenzen und oszilliere zwischen Dokumentation und Fiktion, wobei Biographien und journalistische Recherche sowie Methoden des devising theatre und der Performance Art die Basis meiner Projekte bilden.
Seit 2017 leite ich die mixed abled Theatergruppe Theaterlinge im AWO Falkclub Neukölln. Inklusion ist mir ein besonderes Anliegen. Deshalb habe ich gemeinsam mit der Theatermacherin und Leiterin des Jungen Theaters Hildesheim, Sandra Rasch und dem Leiter des Fachbereichs Darstellende Künste der Bundesakademie Wolfenbüttel, Marc- Oliver Krampe, die Qualifizierungsreihe „Theater der Vielen“ – Inklusive Theaterarbeit, entwickelt.
Ich war lange Teil des Projektes Körper//Sprache//Archiv, einem internationalen Austauschformat, in dem sich Teilnehmer_innen performativ-forschend mit Erzählungen und Verkörperungen von (gewaltvoller) Geschichte auseinandersetzen. Als künstlerische Ko-Leitung von Caring for Conflict, einem kollaborativen Projekt zwischen District- Schule ohne Zentrum und dem Institut für Queer Theory Berlin, war ich von 2017-2019 Teil eines partizipativen Leitungsteams, das mit unterschiedlichen Künstler*innen, Bildungsarbeiter*innen und Wissenschaftler*innen neue edukativ-künstlerische Formate entwickelte.
Seit 2019 gestalte ich zusammen mit Katja Zimmermann partizipative Theaterformate in der Region Gerswalde/Uckermark.
Studiert habe ich „Inszenierung der Künste und der Medien“ an der Uni Hildesheim, sowie Theaterpädagogik an der UDK Berlin. Dort absolvierte ich ebenfalls die Weiterbildung Regie und Dramaturgie im biographisch- dokumentarischen Theater. An der HTWK Leipzig habe ich außerdem das Studium Soziale Arbeit abgeschlossen.
Mehr über meine Projekte finden Sie hier: anikalachnitt.de
PROJEKTLEITUNG
Katja Zimmermann
Ich bin in Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und habe nach der Schulzeit viele Jahre in Berlin gelebt. Als Soziologin und in siebenjähriger Tätigkeit als pädagogische Fachkraft bei einem interkulturellen Träger hat mich schon frühzeitig die Kombination zwischen strategisch wissenschaftlicher Arbeit und der Durchführung von Projekten und Begegnung mit diversen Menschen gereizt.
Zudem haben mich die turbulenten Erfahrungen als Betriebsratsgründerin und -vorsitzende darin geprägt, dass es für echte Solidarität und Gemeinschaft einen langen Atem und eine klare Haltung braucht.
Insbesondere im Bereich internationaler Begegnungen entweder zwischen pädagogisch- künstlerischen Fachkräften oder jungen Menschen aus verschiedenen strukturschwachen Regionen in Europa habe ich mit MIKUB e.V. seit 2013 eigene Vorhaben realisiert.
Wir haben wertvollen Erfahrungen im ländlichen Ausland gemacht und dort wirklich verstanden, dass es auf dem Land, gerade im östlichen Teil Europas, in Polen, Kroatien und Serbien, aber auch in der Türkei gravierende Unterschiede und Nachteile zu den Metropolen und größeren Städten gibt. Das ist in der dünn besiedelten Uckermark im Osten Deutschlands nicht anders, gleichwohl die allgemeine Armut und Chancenungleichheit geringer ausfällt.
Wertvoll waren die Erfahrungen, weil wir an diesen Orten immer wieder interessante und lebensfrohe Menschen getroffen haben, die einfach Lust hatten mit dem Vorhandenen Projekte im Austausch mit uns voranzubringen. Das war auch die Zeit, mich ausschließlich der freien Projektarbeit zu widmen.
Meine Motive, mich in der Uckermark anzusiedeln, sind vielfältig. Zunächst suchte ich 2016 nach einem ruhigen Ort für unsere Projektideen, der zwischen meinem Elternhaus und der Großstadt Berlin liegt, um auch in Deutschland einen Platz für temporäre Begegnungsformate zu haben. Ich hatte mich aufs Pendeln eingestellt, habe aber dann mitten im Nirgendwo ein Paradies gefunden und bin hiergeblieben.
2017 haben Mitstreiter:innen und ich das verschlafene Haus Neudorf entdeckt. Um die Menschen kennenzulernen, habe ich mit zwei MIKUBis eine Studie konzipiert. Wir haben die Ansässigen befragt zu ihren Wünschen und Perspektiven für die Region. Unter den Interviewten befanden sich Kinder, Jugendliche, Alteingesessene, Neuzugezogenen, Aktive und Zurückhaltende, aber auch offene und skeptische Menschen. Und wir wollten wissen, was sie umtreibt, wo wir mit unserer Arbeit sinnvoll ansetzen können. Heraus gekommen ist die Broschüre Kleine Gesellschaft.
An dem einheitlichen Ergebnis bei einer sehr diversen Befragungsgruppe, halte ich seitdem fest: Menschen wollen Treffpunkte, Austausch, Partizipation und feiern!
Mehr über meine Projekte finden Sie hier: mikub.org
KÜNSTLERISCHE LEITUNG
Anika Lachnitt
Ich bin eine in der Uckermark und Berlin lebende Regisseurin, Theaterwissenschaftlerin und Theaterpädagogin. Mein Interesse gilt vor allem den widerständigen, transformativen Potentialen an den Schnittstellen von Kunst, kultureller Bildung und Politik. In meinen kollaborativen Arbeiten widme ich mich insbesondere narrativ-ästhetischen Verhandlungen von sozialer Wirklichkeit, sowie dem Hervorbringen von Gegengeschichten.
Dabei experimentiere ich mit Genregrenzen und oszilliere zwischen Dokumentation und Fiktion, wobei Biographien und journalistische Recherche sowie Methoden des devising theatre und der Performance Art die Basis meiner Projekte bilden.
Seit 2017 leite ich die mixed abled Theatergruppe Theaterlinge im AWO Falkclub Neukölln. Inklusion ist mir ein besonderes Anliegen. Deshalb habe ich gemeinsam mit der Theatermacherin und Leiterin des Jungen Theaters Hildesheim, Sandra Rasch und dem Leiter des Fachbereichs Darstellende Künste der Bundesakademie Wolfenbüttel, Marc- Oliver Krampe, die Qualifizierungsreihe „Theater der Vielen“ – Inklusive Theaterarbeit, entwickelt.
Ich war lange Teil des Projektes Körper//Sprache//Archiv, einem internationalen Austauschformat, in dem sich Teilnehmer_innen performativ-forschend mit Erzählungen und Verkörperungen von (gewaltvoller) Geschichte auseinandersetzen. Als künstlerische Ko-Leitung von Caring for Conflict, einem kollaborativen Projekt zwischen District- Schule ohne Zentrum und dem Institut für Queer Theory Berlin, war ich von 2017-2019 Teil eines partizipativen Leitungsteams, das mit unterschiedlichen Künstler*innen, Bildungsarbeiter*innen und Wissenschaftler*innen neue edukativ-künstlerische Formate entwickelte.
Seit 2019 gestalte ich zusammen mit Katja Zimmermann partizipative Theaterformate in der Region Gerswalde/Uckermark.
Studiert habe ich „Inszenierung der Künste und der Medien“ an der Uni Hildesheim, sowie Theaterpädagogik an der UDK Berlin. Dort absolvierte ich ebenfalls die Weiterbildung Regie und Dramaturgie im biographisch- dokumentarischen Theater. An der HTWK Leipzig habe ich außerdem das Studium Soziale Arbeit abgeschlossen.
Mehr über meine Projekte finden sich hier: anikalachnitt.de
PROJEKTLEITUNG
Katja Zimmermann
Ich bin in Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern aufgewachsen und habe nach der Schulzeit viele Jahre in Berlin gelebt. Als Soziologin und in siebenjähriger Tätigkeit als pädagogische Fachkraft bei einem interkulturellen Träger hat mich schon frühzeitig die Kombination zwischen strategisch wissenschaftlicher Arbeit und der Durchführung von Projekten und Begegnung mit diversen Menschen gereizt.
Zudem haben mich die turbulenten Erfahrungen als Betriebsratsgründerin und -vorsitzende darin geprägt, dass es für echte Solidarität und Gemeinschaft einen langen Atem und eine klare Haltung braucht.
Insbesondere im Bereich internationaler Begegnungen entweder zwischen pädagogisch- künstlerischen Fachkräften oder jungen Menschen aus verschiedenen strukturschwachen Regionen in Europa habe ich mit MIKUB e.V. seit 2013 eigene Vorhaben realisiert.
Wir haben wertvollen Erfahrungen im ländlichen Ausland gemacht und dort wirklich verstanden, dass es auf dem Land, gerade im östlichen Teil Europas, in Polen, Kroatien und Serbien, aber auch in der Türkei gravierende Unterschiede und Nachteile zu den Metropolen und größeren Städten gibt. Das ist in der dünn besiedelten Uckermark im Osten Deutschlands nicht anders, gleichwohl die allgemeine Armut und Chancenungleichheit geringer ausfällt.
Wertvoll waren die Erfahrungen, weil wir an diesen Orten immer wieder interessante und lebensfrohe Menschen getroffen haben, die einfach Lust hatten mit dem Vorhandenen Projekte im Austausch mit uns voranzubringen. Das war auch die Zeit, mich ausschließlich der freien Projektarbeit zu widmen.
Meine Motive, mich in der Uckermark anzusiedeln, sind vielfältig. Zunächst suchte ich 2016 nach einem ruhigen Ort für unsere Projektideen, der zwischen meinem Elternhaus und der Großstadt Berlin liegt, um auch in Deutschland einen Platz für temporäre Begegnungsformate zu haben. Ich hatte mich aufs Pendeln eingestellt, habe aber dann mitten im Nirgendwo ein Paradies gefunden und bin hiergeblieben.
2017 haben Mitstreiter:innen und ich das verschlafene Haus Neudorf entdeckt. Um die Menschen kennenzulernen, habe ich mit zwei MIKUBis eine Studie konzipiert. Wir haben die Ansässigen befragt zu ihren Wünschen und Perspektiven für die Region. Unter den Interviewten befanden sich Kinder, Jugendliche, Alteingesessene, Neuzugezogenen, Aktive und Zurückhaltende, aber auch offene und skeptische Menschen. Und wir wollten wissen, was sie umtreibt, wo wir mit unserer Arbeit sinnvoll ansetzen können. Heraus gekommen ist die Broschüre Kleine Gesellschaft.
An dem einheitlichen Ergebnis bei einer sehr diversen Befragungsgruppe, halte ich seitdem fest: Menschen wollen Treffpunkte, Austausch, Partizipation und feiern!
